INGENIEURBÜRO MARQUARDT

SACHVERSTÄNDIGE BAUBERATUNG

BAU ABC
 
S
 
Schimmelpilze
Schimmelpilze entstehen dann, wenn die in der Luft vorhandenen Pilzsporen günstige Lebensbedingungen vorfinden, so dass sie sich verbreiten und wachsen können. Ausgehend von den Sporen bildet sich auf den Wandoberflächen ein Pilzmyzel, das grüne, schwarze oder rote Färbungen annehmen kann. Voraussetzung für das Wachstum von Schimmelpilzen ist, dass sich auf der Bauteiloberfläche oder in den Poren der Bauteile Wasser (Tauwasser) befindet. Schimmelpilzbildung kann bereits ab einer oberflächennahen Luftfeuchte von 80 % auftreten. Bei 20 °C Raumlufttemperatur und 50 % Raumluftfeuchte ergibt sich somit die kritische Oberflächentemperatur von +12,6 °C und in der Folge Tauwasserausfall. Zur Vermeidung dieser ungünstigen Klimabedingungen ist einerseits eine hinreichende Raumlüftung zur Reduzierung der relativen Luftfeuchtigkeit und andererseits eine Erhöhung der Bauteiloberflächentemperatur auf mehr als +12,6 °C erforderlich.
Durch Lüften wird nicht nur die Raumtemperatur reguliert und Luftfeuchte abgeführt, sondern auch Schadstoffe, wie Schimmelpilzsporen, aus dem Raum entfernt. Die Lüftung sollte kurz, häufig und kräftig erfolgen, als so genannte Stoßlüftung. Je wärmer die Luft ist, desto größer ist die Menge an Wasserdampf, die in der Luft enthalten sein kann. Durch den Lüftungsvorgang wird warme Raumluft mit hoher relativer Luftfeuchte durch trockene kalte Außenluft ausgetauscht. Im allgemeinen ist ein 0,5-facher Luftwechsel pro Stunde im Durchschnitt bei üblicher Nutzung ausreichend. Das bedeutet, dass die Luft eines Raumes insgesamt einmal komplett in zwei Stunden, z.B. morgens und abends, ausgewechselt werden muss.
Die Bauteiloberflächentemperatur ist abhängig von der Raumtemperatur, der Außentemperatur und dem Wärmedurchgang durch das jeweilige Bauteil, also dessen Dämmung. Somit sollte nach jedem Lüftungsvorgang die Raumluft auf übliche Raumtemperaturen aufgeheizt werden. Zudem ist es erforderlich, dass die raumseitigen Oberflächen, insbesondere der Außenwände, mit warmer Raumluft bestrichen werden. Mobiliar (z.B. Schränke) sollte möglichst nicht vor Außenwänden gestellt werden, um eine hinreichende Beheizung der Bauteiloberfläche sicherzustellen.
Durch ausreichende Belüftung und Beheizung von Räumen kann das Entstehen und Wachstum von Schimmelpilzen wirksam vermieden werden.
 
Schlagregenschutz
Der Schlagregenschutz dient dazu, Bauteile vor der Durchfeuchtung durch Regen zu schützen. Dies kann erfolgen, indem
 

  • Regen durch eine wasserabweisende Schicht (Anstrich, Verkleidung) von dem Bauteil ferngehalten wird
  • Die Verdunstung (Trocknung) rascher erfolgt als die Wasseraufnahme bei Regen
  • Regen durch konstruktive Maßnahmen (Dachüberstand, Abdeckung) vom Bauteil fort geleitet wird

 

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

X

Z

HOME

ÜBER UNS

BAUTECHNISCHE BERATUNG

GUTACHTERLICHE STELLUNGNAHMEN

QUALITÄTSÜBERWACHUNG

GRUNDSTÜCKS-
WERTERMITTLUNGEN

VORTEILE DIE ÜBERZEUGEN

BAU-ABC

IMPRESSUM